Elf Formen, fünfunddreißig Hölzer – und ein Holz, das fast überall steckt

In Hashima in der Präfektur Gifu steht eine Werkstatt, die jeden Stiftschaft einzeln aus Maserholz dreht, das aus aller Welt zusammengetragen wurde. Kobo Setu, 2004 vom Holzdrechsler Atsushi Nagata gegründet.
Es gibt nur elf Formen. Aber fünfunddreißig Hölzer zur Wahl. Legt man alles nebeneinander, verraten die Zahlen, worauf es dieser Werkstatt wirklich ankommt.
Ein Holz taucht fast überall auf
Von den fünfunddreißig steckt allein die Amboina-Maser in neun der elf Formen.
Afrikanisches Blackwood folgt mit acht, Tulpenholz mit sieben – doch Amboina ist von anderer Art. Es wird sogar für den 0,7-mm-Druckbleistift angeboten, der insgesamt nur zwei Hölzer kennt.
Das Holz, das übrig bleibt, wenn die Liste bis aufs Skelett gekürzt wird, darf man getrost das Gesicht der Werkstatt nennen.
Fünfzehn Hölzer gibt es dagegen nur in einer einzigen Form
Fünfzehn der fünfunddreißig kommen in genau einer Form vor: Yakusugi-Zeder, geflammte Kirsche, Kampfer-Maser, Snakewood, Desert Ironwood, Claro-Walnuss, Siam-Ebenholz, kubanisches Mahagoni, Ebenholz und andere.
Und fast alle sammeln sich auf einem einzigen Modell.
Nur ein Modell ist nach Holz dreigeteilt
Unter allen Stiften von Kobo Setu ist einzig der Patriot Pen in Standard, Edelholz und seltenes Holz gegliedert. Gleiche Form; allein die Güte des Holzes macht daraus ein eigenes Modell.
- Standard – 6.600 ¥. Ebenholz, Palo Santo, Honduras-Palisander
- Edelholz – 7.700 ¥. Yakusugi-Zeder, geflammte Kirsche, Kampfer-Maser, Bruyère
- Seltenes Holz – 8.800 bis 22.000 ¥. Snakewood, Desert Ironwood, pfauengemaserte schwarze Dattelpflaume
Die meisten Ein-Form-Hölzer liegen in Edelholz und selten. Das liest sich wie eine Werkstatt, die einen Korpus bereithält für den Fall, dass ein außergewöhnliches Brett hereinkommt.
Derselbe Stift kann sich im Preis mehr als verdoppeln
Der Luce Pen, das breiteste Angebot, reicht von 8.800 bis 18.700 ¥. Identische Form; nur das Holz wechselt. Mehr als das Doppelte.
In der ganzen Werkstatt ist der Manhattan Pen mit 6.050 ¥ der günstigste, der Panache Pen mit 28.600 ¥ der teuerste.
Der Minenhalter lässt die Mine auf zwei Arten fallen
Den 2-mm-Minenhalter gibt es als Druck- und als Fallmechanik – letztere lässt die Mine unter ihrem eigenen Gewicht herab, die Mechanik der Zeichner.
Interessant ist die Preisgestaltung: die Fallmechanik setzt höher an. Druck beginnt bei 9.900 ¥, Fall bei 13.200 ¥. Auch die Holzauswahl schrumpft – zwölf gegenüber sechs.
Was die Holznamen verraten
Viele Hölzer bei Kobo Setu tragen das Wort *moku*: Amboina-Maser, pfauengemaserte Dattelpflaume, geflammter Ahorn, geflammte Walnuss, Vogelaugenahorn, Teak-Maser.
*Moku* meint Maserung – Wuchs, der als Knolle, Welle oder Auge erscheint statt als schlichter Streifen. Sie durchzieht nicht den ganzen Baum; nur der Teil, der sie hat, ist brauchbar.
Knapp ein Drittel der fünfunddreißig Angaben nennt eine Maserung ausdrücklich. Dieselbe Art ohne Maserung gilt als etwas völlig anderes.
PencilDB führt jede Kombination dieser Werkstatt, sodass auf einen Blick zu sehen ist, welches Holz es in welcher Form gibt.
(Listenpreise inkl. Steuer, Stand August 2026. Firmenangaben nach setu.jp.)