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Los geht’s

Stifte, die man nach Farbe wählt – und Stifte, bei denen Farbe nicht der Punkt ist

PencilDB hinterlegt zu jedem Stift einen Farbwert. Deshalb zeigt eine Liste die Farben auf einen Blick.

Beim Ausfüllen dieses Feldes zeigte sich etwas. Marken teilen sich sauber in solche, bei denen es leicht zusammenkommt, und solche, bei denen es das nie wird.

Marken über 90 Prozent

Eboya, Pilot, Zebra, Tombow, Ohto – alle über 90 Prozent.

Der Grund ist einfach: Ihre eigenen Seiten legen die Farben aus. Sie verkaufen über Farbe, also ist die Farbinformation von vornherein geordnet.

Zebra und Tombow stellen rund zehn Farben hinter einen einzigen Stift ([anderswo nachgezählt](/articles/brand-part-number-ranking): etwa zehn Varianten je Produktname). Die Farbe ist das Produkt.

Marken, die bei rund 20 Prozent hängen

Nohara Kogei liegt bei etwa 20 Prozent, Montblanc bei etwa 30.

Doch die beiden hängen aus völlig verschiedenen Gründen.

Ein Holzschaft lässt sich nicht auf einen Farbwert reduzieren

Einen Nohara wählt man über den Namen des Holzes, nicht über eine Farbe: schwarze Dattelpflaume, Yakusugi-Zeder, Rio-Palisander, Kiso-Zypresse.

Selbst innerhalb eines Holzes gleicht kein Stück dem anderen. Maserung lässt sich nicht als ein Farbwert ausdrücken. Zwingt man einen hinein, lügt die Zahl über den Gegenstand.

Das ist also kein Feld, das nicht gefüllt wird, sondern eines, das nicht gefüllt werden sollte. Holzwerkstätten benutzen den Holznamen als ganz anderen Maßstab.

Montblanc verkauft schlicht nicht über Farbe

Bei Montblanc liegt es anders. 242 Produktnamen und dazwischen 256 Varianten – 1,1 je Name. Nahezu ein Stift je Name.

Statt Farbvarianten nebeneinanderzustellen, bringt die Marke neue Stifte heraus, einen nach dem anderen. Die Farbinformation wurde nie geordnet. Dass Farbe nicht die Achse der Wahl ist, zeigt sich unmittelbar in der Zahl.

Tintenfarben sind noch schlechter erfasst

Tinte ist der interessante Fall: Für nur etwa 30 Prozent ist eine Farbe hinterlegt.

Für ein Produkt, dessen ganzer Inhalt Farbe ist, liegt das unter den Stiftschäften.

Der Grund ist nicht geklärt. Flaschenfotos machen den Inhalt schwer lesbar, und die Farbe verschiebt sich mit Papier und Feder – das ist eine Vermutung und bleibt eine.

Die Abdeckung ist selbst ein Porträt der Marke

Ob die Farbdaten gefüllt sind, spiegelt unseren eigenen Fortschritt – und ebenso den Umgang dieser Marke mit Farbe.

Bei einer Firma, die über Farbe verkauft, fügt sich die Information von selbst zusammen. Bei einer, die es nicht tut, fördert kein Suchen sie zutage.

(Erhoben aus den Einträgen in PencilDB, August 2026. Die Erfassung läuft täglich weiter, die heutigen Anteile weichen also ab.)