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Los geht’s

Hartgummi steckt noch immer in jedem fünften Füllhalter

Man denkt selten darüber nach, woraus der Stift in der Hand besteht. Klassifiziert man alles mit erfasstem Material, fällt die Antwort etwas anders aus als vermutet.

Die Aufteilung

Kunstharz bei knapp 40 Prozent überrascht nicht.

Der zweite Platz schon.

Jeder fünfte Stift ist aus Ebonit

Ebonit ist mit Schwefel gehärteter Naturkautschuk. Erfunden wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts – es war Füllhaltermaterial, bevor Kunststoffe verbreitet waren.

Und es macht immer noch rund 20 Prozent aus. Ein über 150 Jahre alter Werkstoff versieht in jedem fünften Stift aktiven Dienst.

Kunstharz hat es nie verdrängt, vermutlich weil es sich hervorragend drehen lässt, sich in der Hand erwärmt und zu einer bräunlichen Patina altert, die viele ausdrücklich wollen. Das ist eine Vermutung und steht hier als solche.

Warum „Sonstiges“ 24 Prozent ausmacht

Die 24 Prozent, die sich nicht einordnen ließen, sind vielleicht das Interessanteste.

Ein einzelner Materialname genügt nicht. Gerade japanische Kunsthandwerks-Füller sind Schicht um Schicht über einem Träger aufgebaut. Es ist die Forderung, ein Material zu wählen, die den Gegenständen nicht mehr gerecht wird.

Warum Holz nur 5,8 Prozent ausmacht

Holzschäfte kommen auf 5,8 Prozent – was nicht heißt, dass Holzstifte selten wären.

Werkstätten, die Holz drehen, führen Dutzende Hölzer durch eine einzige Form: Nohara Kogei bietet 244 Kombinationen über fünf Formen. Wenige Produktnamen, enorme Auswahl. Ändert man den Nenner, ändert sich der Eindruck.

Die Grenzen dieser Zählung

Nur etwa ein Viertel der Einträge trägt überhaupt ein Material. Der Rest ist schlicht noch nicht recherchiert. Dies ist eine Zählung des Bekannten, und das sollte klar gesagt sein.

(Erhoben aus den Einträgen in PencilDB mit Materialangabe, August 2026.)