Montblanc bietet 1, Nohara bietet 49 – dasselbe „ein Modell“ kann 44-fach auseinanderliegen

Sagt man „Custom 74“, klingt das nach einem Stift. Beim Kauf stehen plötzlich Dutzende Kombinationen aus Farbe und Feder da.
Wie stark schwankt also die Zahl der Varianten hinter einem Produktnamen von Marke zu Marke? Zählt man alle 52 neu: um eine Größenordnung.
Varianten je Produktname
- Nohara Kogei – 48,8
- Mitsubishi Pencil – 13,7
- Zebra – 10,7
- Pilot – 8,4
- Kobo Setu – 8,3
- Sailor – 4,3
- Eboya – 3,3
- Wancher – 2,7
- Montblanc – 1,1
Von oben nach unten das 44-Fache.
Montblanc: ein Stift je Name
Montblanc führt 242 Produktnamen und dazwischen nur 256 Varianten. Nahezu eins zu eins.
Das heißt: Montblanc bringt nicht einen Stift in vielen Farben heraus, sondern immer neue Stifte, einen nach dem anderen. Angesichts des hohen Anteils an limitierten Editionen und Schriftsteller-Serien passt das. Der Kunde wählt *welchen Stift*, nicht *welche Farbe*.
Nohara Kogei ist das genaue Gegenteil
Nohara hat insgesamt fünf Produktnamen – drei Kugelschreiber, zwei Bleistifte – und darunter 244 Varianten.
Man fügt keine Formen hinzu; man konkurriert darüber, wie viele Hölzer durch dieselbe Form gehen. Unter 52 Marken steht diese Zahl allein.
Japans Schreibwarenhersteller konkurrieren über Farbe
Mitsubishis 13,7 und Zebras 10,7 zeigen zwei Unternehmen, die über die Farbanzahl verkaufen – Dutzende Farben hinter einem Stift, der vertraute Anblick eines japanischen Schreibwarenregals.
Pilots 8,4 ist das Ergebnis, wenn sich Füllerfarben mit Federbreiten multiplizieren.
Mehr Modelle heißt nicht mehr Auswahl
Wancher hat 405 Produktnamen, mehr als jede andere Marke hier. Die Varianten je Name liegen bei 2,7. Die Zahl der Modelle und die Zahl der tatsächlich wählbaren Dinge sind zwei verschiedene Maßstäbe.
Fragt man, welche Marke „groß“ ist, ändert sich die Antwort vollständig mit dem, was man zählt.
(Erhoben aus den 52 in PencilDB erfassten Marken, August 2026. Die Zahlen bewegen sich mit dem Bestand.)