Luddite TechDraw2 im Test: Der Druckbleistift, der mit 7,4 mm anfing

Luddite ist eine japanische Marke, bekannt vor allem für Federmäppchen aus Denim aus Okayama und Segeltuch aus Kurashiki. Das erste Schreibgerät der Marke war TechDraw, ein Druckbleistift im Zeichenstil, der im August 2020 unter dem Motto „dünner, angenehmer zu schreiben, moderner“ erschien. Herausgekommen ist ein Schaft von nur 7,4 mm Durchmesser – für einen Zeichenbleistift ohne Vorbild.
Dünner als ein Holzbleistift
Der Kanal Seasar Stationery (1,06 Mio. Abonnenten) rechnet vor: Ein üblicher Druckbleistift misst rund 10 mm, der Schaft des TechDraw hat also etwa den halben Querschnitt. Masayuki Takahata, bekannt als Bungu-o (37.600 Abonnenten), hielt ihn gegen seine übliche Referenz, den Pentel Graph 1000, dessen Griff etwa 9,1 mm misst: 7,4 mm entspreche ungefähr dem Kreis, der in einen sechskantigen Holzbleistift passt. Zeichenbleistifte hören bei etwa 9 mm auf; alles Dünnere sei nach seiner Einschätzung meist ein Taschenmodell für den Kalender.
Ein dünner Schaft wird schnell zu leicht. TechDraw setzt auf Aluminium für den Schaft und Messing für Spitze, Griff und Kappe, kommt so auf 14,3 g und hat seinen Schwerpunkt etwa 7 cm hinter der Mine. Seasar Stationery vermutet, dass der schwere Messinggriff genau deshalb dort sitzt: um Gewicht und Balance zu ordnen. Zusammen mit der 4 mm langen Führungshülse loben beide Tester die freie Sicht auf die Spitze.
Innen steckt bewährte Technik
Zerlegt man ihn, dreht sich die Geschichte. Das Härtefenster ähnelt stark dem des Ohto Super Promecha, und Seasar Stationery konnte Clip und Spitze tatsächlich mit einem Ohto Promecha tauschen. Takahata geht davon aus, dass die Fertigung ausgelagert ist, da Luddite kein Schreibgerätehersteller ist, und lobt die Entscheidung, sich allein über die Schlankheit zu unterscheiden statt über eine neue Mechanik.
Beide Tester nennen denselben Schwachpunkt: Zwischen Druckkappe und Schaft bleibt ein Spalt, der bei jedem Strich klappert. Seasar Stationery wertet das klar als Minus, merkt aber an, dass ein Streifen Klebeband im Spalt Ruhe schafft.
Einen Millimeter dicker
Der TechDraw2 von 2023 verbreitert den Schaft auf 8,4 mm, bei gleicher Gesamtlänge. Laut HEROTV Stationery (30.300 Abonnenten) war beim ersten Modell die Farbe an die Minenstärke gekoppelt – Silber für 0,5 mm, Schwarz für 0,3 mm –, während man beim zweiten zwischen Schwarz und Silber wählen kann. Die Spitze ist runder, der Clip steifer, die Reinigungsnadel entfällt.
Und das Klappern? Der Spalt an der Kappe ist geschlossen, doch der dickere Schaft lässt dem Minenbehälter mehr Spiel; der Kanal berichtet, dass die Vibration nun bis in den Griff wandert. Der TechDraw kostete 1.760 Yen inklusive Steuer, der TechDraw2 startete bei 2.530 Yen und steht heute mit 2.750 Yen in der Liste.
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