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Los geht’s

Montegrappa Quattro im Test: der kantige Nachfolger der Zero mit Saphir-Krone

Die Quattro, die der italienische Hersteller Montegrappa 2023 vorstellte, ist das Flaggschiff seiner zeitgenössischen Linie. Viele suchen danach, doch abseits von Händlerangeboten gibt es kaum Lesenswertes. Auf Grundlage der offiziellen Websites sowie von Fachhändlern und Fachmedien ordnet dieser Beitrag ein, was wirklich neu ist.

Zero, Quattro, Otto: was die Zahlennamen verraten

Montegrappa wurde 1912 in Bassano del Grappa gegründet. Die moderne „Contemporary“-Richtung begann 2020 mit der Zero, und die offizielle japanische Website beschreibt die Quattro als Ergebnis einer langen Entwicklungszeit, in der die Zero weiterentwickelt wurde. Die modernistische DNA bleibt, die Silhouette wird deutlich kraftvoller.

Das Vergnügen beginnt bei den Namen. Die Quattro hat einen viereckigen Schaft mit gerundeten Kanten, die spätere Otto einen achteckigen. Die italienischen Zahlwörter für vier und acht decken sich mit der Zahl der Kanten im Querschnitt. Eine offizielle Erklärung der Namen habe ich nicht gefunden, aber als Zufall lässt sich das kaum lesen.

Eine Krone aus der Uhrmacherei

Das Design der Quattro ist der Uhrmacherei entlehnt. In der Krone sitzt ein Saphirglas mit dem Markenlogo, und laut offizieller Website stammen die Oberflächen der Metallteile direkt aus dem Werkzeugkasten des Uhrmachers. Die Zierteile gibt es in drei ionenbeschichteten Tönen: Gelbgold, Palladium und Ultra-Black. Der traditionelle „Ruzzolino“-Clip wurde in diamantgeschliffenem Stahl neu aufgelegt und soll in Belastungstests mehr als 20.000 Betätigungen überstanden haben.

Schweres Metall, das der Feder hilft

Der Schaft besteht aus schwarzem, hochverdichtetem Acryl, 143 mm lang, 14 mm im Durchmesser, 34 g schwer. Die Feder ist eine Nr. 6 aus 14-karätigem Gold, passend zu den Zierteilen beschichtet. Breiten: EF, F, M, B und Stub 1,1. Eine eigene Flex-Version gibt es nur in EF und F.

Der Hersteller betont, dass die schweren Stahlzierteile den Anpressdruck auf die 14K-Feder verstärken. Die übliche Schwäche eines metallschweren Füllers, die Ermüdung, wird so zum Gewicht, das die Reaktion der Feder hervorholt. Befüllt wird per Patrone oder Konverter, die Kappe wird geschraubt.

Preis und das Spielfeld „Custom“

In Japan liegt der Listenpreis bei 260.700 Yen für die 14K-Version und 264.000 Yen für die Flex-Feder. Der offizielle Europapreis beträgt 1.295 Euro, der US-Preis 1.095 Dollar.

Die zweite Seite der Quattro ist „Quattro Custom“. Ein Konfigurator auf der offiziellen Website kombiniert Schreibmodus, die drei Zierteiltöne sowie Farben und Muster aus Acryl oder dem Harz, das Montegrappa „Montegrappite“ nennt, und färbt auf Wunsch auch Krone und Endscheibe. Das Unternehmen nennt ihn den ersten Füllhalter-Konfigurator der Welt. Dazu kommt „Quattro Stagioni“ mit dem italienischen Koch Davide Oldani: 100 Stück pro Jahreszeit, deren Farben in erneuerbarem Harz umgesetzt sind.

Quellen