Nakaya: 147 von 149 Füllern sind Ebonit – Titan gibt es nur beim „Raiter Piccolo“

Nakaya ist eine Werkstatt, die Schäfte aus Ebonit – einem Material, das die meisten Großhersteller längst aufgegeben haben – noch immer von Hand auf der Drehbank fertigt. Händler beschreiben die Werkstatt häufig als von einem ehemaligen Pilot-Ingenieur gegründet.
147 von 149 sind Ebonit
Wir haben die 149 Nakaya-Füller in PencilDB nach Material gezählt.
| Material | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| Ebonit | 147 | 98,7% |
| Titan | 2 | 1,3% |
Beide Titan-Füller gehören zu einem einzigen Modell, dem „Raiter Piccolo“. Die übrigen 13 Modelle – Ryogiri, Cigar Long, Cigar Piccolo, Sefin 1 und 2, die 17-mm-Portable- und Long-Version, das lederumwickelte Modell und weitere – sind vollständig aus Ebonit. Die Grenze verläuft nicht zwischen Materialfamilien, sondern mitten durch ein einzelnes Modell.
Feder und Tintenleiter sollen mit Pilot übereinstimmen
Feder und Tintenleiter von Nakaya werden von Händlern oft als kompatibel mit Pilots „Custom 823“ beschrieben. Aus den Daten von PencilDB lässt sich das nicht bestätigen, aber wenn es stimmt, verwendet Nakaya Pilot-Teile, während ein Handwerker jeden Schaft einzeln von Hand fertigstellt.
Die Namen beschreiben das Bild selbst
Bei den Ebonit-Farbnamen gibt es kaum einfache Farbbezeichnungen. „Riss der Hölle.“ „Zerrissenes Shoji, Geisterkatze.“ „Einäugiger Dämon.“ „Blaugebänderter Schwalbenschwanz.“ „Glyzinie und Pfau.“ „Katze mit Wollknäuel.“ Man liest den Namen und weiß schon, was auf den Schaft gemalt ist. Jedes Motiv entsteht in vielen Schichten Urushi-Lack und wird von Hand freigeschliffen – Maki-e- und Chinkin-Techniken –, sodass kein Füller dem anderen gleicht.
Namen mit der Endung „-damari“ (angesammelt), wie Kuro-damari, Heki-damari und Toki-damari, bezeichnen eine Lackierung, bei der klarer Lack über einer farbigen Grundierung Tiefe erzeugt. Dieselbe Endung „-damari“ steht jedes Mal für eine andere Grundfarbe – am Farbnamen allein lässt sich also der Aufbau der Lackierung ablesen.