Bei Nohara Kogei bestimmt das Holz den Preis – nicht der Stift

In Nagiso, tief in den Bergen von Nagano, gibt es eine Werkstatt, die etwa zweimal im Jahr Stifte in den Verkauf gibt. Nohara Kogei begann 1923 als Sägebetrieb von Sanzo Nohara und dreht bis heute jeden Schaft einzeln in der Technik des Nagiso-rokuro-zaiku, einem staatlich anerkannten traditionellen Kunsthandwerk.
Weil so wenige herauskommen, sind die Gebrauchtpreise bekanntermaßen deutlich höher als der Listenpreis. Was also soll man nehmen? Legt man jede Kombination der Werkstatt nebeneinander, zeigt sich ein Muster, das man an einem einzelnen Stift nie bemerken würde.
Nicht die Form bestimmt den Preis
Nohara baut drei Kugelschreiber und zwei Druckbleistifte – Druck, Dreh, schlank, normal.
Man würde erwarten, dass ein anderer Korpus anders kostet. Tatsächlich haben vier der fünf exakt dieselbe Preisspanne: 8.800 bis 19.800 ¥. Die Form zu wechseln bewegt kaum Geld.
Das Holz schon.
Die Preise fallen in genau vier Stufen, gesetzt vom Holz
Sortiert man die Hölzer eines Modells nach Listenpreis, streuen sie nicht. Sie landen auf vier sauberen Stufen.
- 8.800 ¥ – Bergkirsche, Kiso-Zypresse, Maulbeere, Pflaume, Jujube, Eiche, Zelkove, Steineiche, Walnuss, bemalter Ahorn
- 11.000 ¥ – Yakusugi-Zeder, vergrabene Zelkove, vergrabene Esche, Palisander, Amboina, schwarze Dattelpflaume, Purpleheart, Claro-Walnuss
- 13.200 ¥ – Kingwood, Sheoak, Tulpenholz, Huon-Kiefer
- 19.800 ¥ – Rio-Palisander, schwarze Dattelpflaume in Spitzengüte
Nur zwei Hölzer erreichen die oberste Stufe.
In der günstigsten Stufe steckt etwas Ungewöhnliches
Sieht man genauer hin, sitzt dort die Kiso-Zypresse. Eine Werkstatt in Nagiso bietet ihre eigene, heimische Zypresse zum zugänglichsten Preis überhaupt an.
Andere japanische Hölzer stehen dagegen eine Stufe höher: vergrabene Zelkove und vergrabene Esche. Jindai-Holz wird nach Jahrhunderten unter Erde oder Wasser geborgen, und kein Stück lässt sich je wiederholen. Selbst unter den japanischen Hölzern zieht die Werkstatt eine klare Linie.
Hölzer lassen sich über Modelle hinweg zusammenstellen – aber nicht alle
Angenommen, ein Holz gefällt am Kugelschreiber und der Bleistift soll dazu passen. Die Auswahl ist festgelegt.
Zehn Hölzer gibt es in allen fünf Formen: schwarze Dattelpflaume, dieselbe in Spitzengüte, Amboina, geflammte Rosskastanie, Claro-Walnuss-Maser, Kingwood, Sheoak, Tulpenholz, Rio-Palisander und Huon-Kiefer.
Vier Hölzer gibt es nur in einer Form: türkische Walnuss, Palisander, Schnurbaum und Zelkove. Diese vier lassen sich nicht zusammenstellen, wie lange man auch wartet.
Von der schwarzen Dattelpflaume gibt es zwei Güten
Geht man die Holznamen durch, ist nur ein Holz zweigeteilt: schwarze Dattelpflaume und schwarze Dattelpflaume in Spitzengüte. Sie stehen bei 11.000 und 19.800 ¥ – beinahe das Doppelte, für dieselbe Art.
Die schwarze Maserung tritt nur in einem kleinen Teil mancher Dattelpflaumen auf. Wie sie verläuft, weiß niemand, bevor der Stamm geöffnet ist, und die guten sind selten. Genau diese Seltenheit bepreist das Wort „Spitzengüte".
Was man vor dem Verkaufstag entscheiden sollte
Zwei Verkäufe im Jahr dauern nicht lange. Zum Abwägen bleibt wenig Zeit. Was sich *vorher* festlegen lässt, ist das Holz.
- Formen lassen sich später ergänzen. Wer ein zusammenpassendes Set will, wählt aus den zehn, die es in allen fünf gibt.
- Kiso-Zypresse und Bergkirsche liegen in der zugänglichsten Stufe.
- Rio-Palisander und Spitzengüte-Dattelpflaume bilden die oberste Stufe, etwa zum doppelten Preis.
PencilDB führt jede Kombination dieser Werkstatt, Listenpreis und von Besitzern gemeldeter Gebrauchtpreis nebeneinander. Ein Holz zu 8.800 ¥ und eines zu 19.800 ¥ müssen sich beim Wiederverkauf nicht gleich verhalten. Je mehr Meldungen eingehen, desto schärfer zeigt sich der Unterschied.
(Listenpreise inkl. Steuer, Stand August 2026. Firmenangaben nach nohara.jp.)