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Los geht’s

Ystudio Brassing im Test: Das Messingschreibgerät, das man selbst freischleift

Ystudio wird als Marke beschrieben, die 2012 in Taiwan gegründet wurde und schlichte, langlebige Schreibwaren vor allem aus Messing herstellt. Dieser Beitrag stellt die Serie „Brassing“ vor, fasst Urteile von Fachmedien zusammen und ergänzt sie um Daten aus PencilDB.

Was ist Brassing?

Bei diesen Stiften nutzt sich die schwarze Beschichtung des Schafts mit der Zeit ab, und das Messing darunter kommt zum Vorschein. Man muss nicht warten: Im Karton liegt Schleifpapier, mit dem man die Schicht selbst entfernen kann. Mehrere Tests nennen es feines Papier mit Körnung 600.

Der Stift ist beim Kauf also nicht fertig, sondern wird vom Besitzer geformt. Selbst zwei Stifte desselben Modells sehen am Ende nie gleich aus.

Der Kugelschreiber

Brad Dowdy vom US-Blog The Pen Addict testete den Kugelschreiber 2016. Der Schaft ist ein sechskantiges Stück massives Messing; Gewicht und Balance lobte er. Dreht man die Endkappe, schiebt sich die Mine heraus, mitgeliefert wird eine Schmidt P-900 (Parker-Format).

Seine Hinweise zum Schleifen sind konkret: Ab dem Griffbereich ließen sich die Kanten des Sechskants sauber blank polieren. Die ebenen Flächen dazwischen glänzten viel schwerer, den gewünschten durchgehenden Messingring erreichte er nie. Den Preis gab er mit rund 77 Dollar an und hielt ihn für angemessen.

Füller und Desk-Pen

2018 testete er auch den Brassing Desk Fountain Pen, einen großen Stift, der in einem schweren Sockel steht und eine Schmidt-Feder in Größe 6 trägt. Er schrieb ab Werk weich und nass. Der Schaft wiegt etwa 1,25 oz gegenüber 1,00 oz beim Standardmodell, ist aber so ausbalanciert, dass man das Gewicht kaum merkt.

Als Preise nannte er 160 Dollar für das Standardmodell und 180 Dollar für den Desk-Pen, damals bei einem US-Händler. Er sagte offen, dass keiner günstig ist und die Stahlfeder manche zögern lassen könnte. Müsste er sich für einen entscheiden, wäre es das Standardmodell.

In PencilDB

PencilDB führt 15 Ystudio-Modelle mit insgesamt 47 Artikelnummern: die Brassing-Stifte, einen Kunstharz-Füller und den Classic Revolve (manche Händler stellen ihn als Projekt zum zehnjährigen Bestehen dar). Namen von Gründern lasse ich weg, weil ich sie nicht in mehr als einer Quelle bestätigt fand.

Quellen

Brassing lässt sich schwer in Zahlen vergleichen. Wer aber Freude am Schleifen selbst hat, findet kaum ähnliche Stifte. Grundlage waren diese Artikel: